Projekt
Kanonbildung und Kommentierung. Geschichte und Strategien im vormodernen China
Während über die Zusammenstellung der altehrwürdigen Schriften des chinesischen Altertums in einen – über die Jahrhunderte variierenden und wachsenden – Kanon viel geschrieben worden ist, wissen wir bisher wesentlich weniger über die Kanonisierung, Kommentierung und Anthologisierung historischer und schöner Literatur des alten China. Dieses Projekt setzt sich zum Ziel, die Prozesse der Kanonbildung im traditionellen China allgemein und an einzelnen Beispielen zu untersuchen. Solche Beispiele können die konfuzianischen Schriften selbst sein oder die frühen Dynastiegeschichten, die zum Kanon der „Drei oder vier Standardgeschichten“ wurden, „Die Auswahl von Literatur“ (Wenxuan), die für die folgenden Jahrhunderte Vorbild für elegantes Schreiben war, oder aber die kanonischen Schriften in Sprachen, die neben dem Chinesischen in China geschrieben wurden.
Bereich: Forschungsbereich D: Text und Kommentar, Kanonbildung und Zensur
Fach: Sinologie
PI: Prof. Dr. Hans van Ess
Stellen: 1x Doktorand*in (65% E13)

