Projekt
Computergestützte Analyse von Mustern der Kanonbildung im Feld der europäischen Novellentradition
Während Kanonisierung bislang meist als stabiler Zustand und unter Berücksichtigung einer geringen Anzahl kanonisierter Werke untersucht wurde, betrachtet das Projekt Kanonbildung als dynamischen Prozess mit besonderem Augenmerk auf „Mustern der Kanonbildung”. Folgende Ziele sollen erreicht werden: (a) Erkennung relevanter Muster von Kanonisierung als Teil sozialer Praktiken, (b) Entwicklung eines Rahmens zur Erschließung des historischen Wandels dieser Muster und (c) die Korrelation der Prozesse der Kanonbildung als soziale Praxis mit Prozessen der Retextualisierung. Bewerberinnen und Bewerber sollten über fundierte methodische Kenntnisse in den Bereichen Computational Humanities und Computational Literary Studies verfügen und Interesse an mindestens zwei Kulturbereichen, darunter der deutschen Literaturgeschichte, mitbringen. Von den Bewerberinnen und Bewerbern wird erwartet, dass sie mit benachbarten digitalen Projekten des Clusters zusammenarbeiten und ihr Fachwissen in die Aktivitäten des Clusters im Bereich der Digital und Computational Humanities einbringen (einschließlich Workshops zu digitalen Methoden wie Stilometrie, Topic Modeling, maschinellem Lernen usw.).
Bereich: Forschungsbereich D: Text und Kommentar, Kanonbildung und Zensur
Fach: DH; Germanistik
PI: Prof. Dr. Julian Schröter
Stellen: 1x Postdoc (100% E13)

