Mittelalterliche und frühneuzeitliche Höfe als Zentren textueller Migration
Europäische Höfe des Hoch- und Spätmittelalters wie der von Friedrich II. in Palermo oder der von Marie de Champagne, der Anjou-Hof in Neapel oder die Plantagenet-Höfe zogen Kleriker, Gelehrte, Dichter, Schreiber und Historiker an, die verschiedene Volkssprachen sowie Latein mitbrachten oder Zugang zu ihnen hatten und Übersetzungen sowie Kompilationen anfertigten. So wurden diese Höfe zu Knotenpunkten für die Migration von Manuskripten, Praktiken, Texten, Textelementen oder -strukturen und spezifischen Schreibtechniken von einer Sprache und ihrem kulturellen oder politischen Kontext zu einer anderen, manchmal auch zwischen verschiedenen Genres und Medien. Ausgeschrieben wird eine Postdoc-Stelle zu diesen Migrationsphänomenen, optional mit Berührungspunkten zu Themen wie Kanonisierung, Editionspraktiken oder Kommentierung.
Bereich: Forschungsbereich E: Migration und Übersetzung von Texten